Unabhängigkeit und Neutralität

Eigentlich eine simple Regel: "Erfolgreiche Entscheidungen im Personalwesen basieren auf richtige und vollständige Informationen". Fehlerhafte oder unvollständige Informationen gefährden die Zielerreichung. Soweit in der Theorie nachvollziehbar.

In der Praxis z. B. bei arbeitsrechtlichen Problemstellungen oder bei steuerlichen Fragen zur Betriebsprüfung zeigt sich die Wirkung dieses Prinzips sehr schnell und entweder erfolgreich oder eben nicht.

Wenn es um das Themengebiet der betrieblichen Versorgung geht, woher bekommen Geschäftsführung und Personalverantwortliche diese richtigen und insbesondere vollständigen Informationen? Und vor allem, wie soll der Personalverantwortliche erkennen, ob die Informationen richtig sind und ob alle wichtigen Informationen auch vollständig gegeben wurden?

Je nach Themengebiet ist das mal einfacher mal schwieriger. Aber es gibt Hinweise, die eine gute Orientierung ermöglichen:

  1. Eher richtig sind Informationen wahrscheinlich dann, wenn der Informierende Ihnen die Aussagen schriftlich gibt und für deren Gültigkeit auch haftet.
  2. Eher vollständig sind Informationen wahrscheinlich dann, wenn neben den Vorteilen einer Lösung auch deren Nachteile ausführlich und verständlich besprochen werden.

In der Praxis würde man Arbeitsschutzkleidung eher nicht bei einem Händler kaufen, der keine Gewährleistung für seine Produkte in schriftlicher Form geben möchte sondern lediglich auf den "guten Namen" des Produktherstellers verweist.

Auch würde man einem Rechtsanwalt vielleicht mistrauen, der einem in einem Rechtsstreit lang und ausführlich alle Vorteile einer möglichen Klage anpreist, und kaum ein Wort über Risiken oder andere Nachteile verliert.

Wie sieht das üblicherweise beim Verkauf von Versicherungen aus? Wo haben Sie die Haftung des Vermittlers schriftlich bestätigt? Über welche der vielen Nachteile wurden Arbeitgeber und Arbeitnehmer schriftlich informiert?

Sie können sich denken, was für unsere Kanzlei Unabhängigkeit und Neutralität im Beratungsprozess bedeuten: Schriftliche Zusicherung selbstverständlich. Mögliche Hinweispflichten des Arbeitgebers betreffend insbesondere die möglichen Nachteile der betrieblichen Versorgung. Genau dort legen wir den Schwerpunkt für eine neutrale, ausgewogene und faire Information von Belegschaft und Unternehmen.

Unternehmensindividuelle Lösungskonzepte